Tinte, Filzstifte, Gouache, Schafwolle auf Leinwand
140cm x 150cm
2024
Maryam Radmehr (*1985, Iran) studierte Malerei an der Universität für Kunst und Architektur Yazd (BA, 2009) sowie Illustration an der Universität der bildenden Künste in Teheran (MA, 2013), bevor sie 2016 ihr Studium der Grafik und Drucktechniken an der Akademie der bildenden Künste Wien aufnahm, wo sie derzeit unter Christian Schwarzwald arbeitet. Für ihre künstlerische Entwicklung wurde sie mit dem Fügerpreis 2024 ausgezeichnet, einer Auszeichnung der Akademie für herausragende künstlerische Leistungen.
Radmehrs Werk entsteht aus einem Spannungsfeld zwischen persönlichen Innenwelten und gesellschaftlichen Realitäten. Ihre jüngsten Arbeiten greifen die politische Situation im Iran auf, insbesondere die Stellung und Sichtbarkeit von Frauen in einem repressiven System. Diese Auseinandersetzung bleibt nicht illustrativ – sie durchzieht die strukturelle Komposition der Werke ebenso wie die Wahl der Materialien.
Die Künstlerin arbeitet bevorzugt mit japanischer Tinte und Ecoline auf Karton, deren Flüssigkeit und Transparenz sie nutzt, um Fragilität, Widerstand und emotionale Dichte sichtbar zu machen. In ihrer aktuellen Serie erweitert sie dieses Medium um textile Elemente: Filz, Wolle und Leinwand verschmelzen mit Tusche zu vielschichtigen Oberflächen. Diese Kombination ist nicht nur eine materielle Geste, sondern Ausdruck eines suchenden, tastenden Umgangs mit Erinnerung, Körper und Zugehörigkeit. Radmehrs Arbeiten lassen sich nicht auf Narrative reduzieren – sie eröffnen Räume, in denen Erfahrungen von Dislokation, Sprachlosigkeit und Sehnsucht visuell nachhallen.
Work
#2610
Anfangsdatum
02/07/2024 16:15
Enddatum
23/10/2025 10:12
Maryam Radmehr, Riding the Morad
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