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Leilah Babirye, Nakambugu from the Kuchu Njovu (Elephant) Clan

Leilah Babirye, Nakambugu from the Kuchu Njovu (Elephant) Clan

Leilah Babirye

Nakambugu from the Kuchu Njovu (Elephant) Clan

Holz, Fahrradschläuche, Nägel, geschweißtes Metall und gefundene Objekte

175cm x 56cm x 40cm

2023

Leilah Babirye (*1985 in Kampala, Uganda) ist eine multidisziplinäre Künstlerin, deren Werk sich zwischen Skulptur, Keramik, Malerei und Assemblage bewegt. Aufgewachsen in der konservativen Gesellschaft Ugandas, wurde sie 2015 aufgrund ihrer sexuellen Orientierung öffentlich geoutet, was zu familiärer Entfremdung und gesellschaftlicher Ausgrenzung führte. Diese Erfahrungen prägten ihr künstlerisches Schaffen maßgeblich.

Babiryes Arbeiten thematisieren Identität, Zugehörigkeit und Widerstand. Sie verwendet häufig gefundene Materialien wie Holz, Metall, Fahrradketten oder Gummi – Elemente, die in Uganda oft mit Abfall assoziiert werden und in ihrer Kunst eine neue, empowernde Bedeutung erhalten. So transformiert sie das Stigma des „Weggeworfenen“ in ein Symbol queerer Selbstbehauptung.
Ein zentrales Motiv in Babiryes Werk sind maskenartige Köpfe und Figuren, die auf die Clanstruktur des Buganda-Königreichs verweisen. Indem sie diese traditionellen Formen mit queeren Perspektiven verbindet, schafft sie eine alternative, utopische Gemeinschaft, die sie als „Kuchu Clans“ bezeichnet – ein Begriff aus dem Luganda, der innerhalb der ugandischen LGBTQIA+Community verwendet wird.


Seit ihrer Flucht in die USA 2018 lebt und arbeitet Babirye in Brooklyn. Ihre Werke wurden international ausgestellt, u. a. im Socrates Sculpture Park in New York, bei der Stephen Friedman Gallery in London und 2024 auf der Biennale in Venedig. Im Mai 2025 zeigt die Galerie Max Hetzler in Berlin eine umfangreiche Einzelausstellung ihrer Arbeiten. (Quellen: The Guardian, Galerie Max Hetzler, Biennale Arte 2024)
Work #2609
Anfangsdatum 30/01/2024 14:52
Enddatum 30/09/2025 11:31

Leilah Babirye, Nakambugu from the Kuchu Njovu (Elephant) Clan