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Julian Jankovic, Melting laboratory #2

Julian Jankovic, Melting laboratory #2

Julian Jankovic
Melting laboratory #2, 2022
geschmolzenes Polypropylen 
100 x 60 x 60 cm

Breite Width
60 cm
Höhe Height
100 cm
Tiefe Depth
60 cm
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Als Künstler entwickelt man zwangsläufig Beziehungen zu verschiedenen Materialien und dazu, wie sie sich verhalten und was sie artikulieren können. Insbesondere die Materialität wird bei Julian Jankovic breit definiert, unter anderem als die Kapazität eines Systems.
Alle Systeme – von der Plastikfolie bis hin zum fertigen Kunstwerk – stehen dabei in einer Wechselwirkung mit der Welt und bringen unter bestimmten Bedingungen, auf bestimmte Weise ihre spezifische Eigenheit zum Ausdruck. Unter diesem erweiterten Begriff der Materialität wird auch Zuständen, die wir traditionell als immateriell bezeichnen, Wesentlichkeit zugesprochen, die sich bei Jankovic in kausalen Beziehungen ausdrückt. Dehnbarkeit, Widerstandsfähigkeit und Porosität charakterisieren und begrenzen den morphologischen Möglichkeitsraum, den das Material und letztendlich sein Kunstwerk einnehmen kann. Mit anderen Worten, Jankovic misst der Materie eine aktive Rolle bei der Erschaffung ihrer eigenen Form zu.
Das daraus resultierende Element des Zufalls und der Unkontrollierbarkeit, ja vielleicht auch eine neu entstandene Störrigkeit des Materials, werden vom Künstler nicht als Kontrollverlust, sondern sprichwörtlich als Elastizität innerhalb seines Schaffens erlebt.
-Text von Esther Mlenek
Julian Jankovic
EST® Hotel Palais Chotek Wien - Währinger Straße 28
Work #3338
Anfangsdatum 11/06/2026 17:23
Enddatum 20/10/2026 17:24
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Julian Jankovic, Melting laboratory #2