Amelie Goetzl, Schlampenfieber
Amelie Goetzl, geb. 1991, studierte zuerst Modedesign an der Kunstuniversität Linz und später an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Daniel Richter und Christian Schwarzwald. Sie arbeitet in verschiedenen Bereichen, wie Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Skulptur, Textil - und Modedesign und verwebt diese miteinander zu einer mehr-schichtigen Bildsprache.
Was auf den ersten Blick dekorativ wirkt – Pailletten, glänzende Stoffe, leuchtende Farben – birgt Widerstand: Goetzl nutzt scheinbar alltägliche Materialien, um feministische und politische Inhalte sichtbar zu machen. Unter dem Glitzern liegt unbehagliche Tiefe. Der Schauspieler Wojo van Brouwer beschreibt ihr aktuelles Werk treffend mit den Worten: „Das Düstere ist noch da, aber es glitzert.“ In ihrer Kunst werden Pailletten zu Statements – mit Bezügen zu Glitterbombing und queerer Protestkultur. Amelie Goetzls Bildwelt ist bevölkert von hybriden Wesen, Pflanzenformen und aposematischer Farbigkeit– wie aus Tiefsee und Tierreich entlehnt. Ihre Kunst bewegt sich unter Wasser, aber auch unter der Oberfläche unserer Wahrnehmung, in der Tiefe des Unbewussten, „wo die Neurosen wuchern“, so der gleichnamige Werktitel. Mikroskopische Nahaufnahmen von Pailletten-Fotografien eröffnen neue Perspektiven auf Material, Oberfläche und Bedeutung. Goetzls Arbeiten fordern auf zum genauen Hinsehen: Was liegt unter dem Glanz? Was zeigt sich hinter der Schönheit?
Text: Barbara Steininger-Wetzlmair
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| Work | #3326 |
|---|---|
| Anfangsdatum | 02/06/2026 15:59 |
| Enddatum | 30/06/2026 17:15 |
| Total fällig | 480 € |
Amelie Goetzl, Schlampenfieber